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27d 16hDEBassenge

Zürn, Unica – Ohne Titel

Zürn, Unica – Ohne Titel

Ohne Titel Feder in Schwarz und Aquarell auf Karton. 1966. 32,3 x 25 cm. Von einer filigranen und detailreichen Linienführung geprägt, wirkt die Zeichnung zugleich surreal und organisch. Die feinen, ineinander übergehenden Linien lassen Formen und Figuren entstehen, die teilweise miteinander zu verschmelzen scheinen. Diese Merkmale sind charakteristisch für Unica Zürns Zeichnungen. Ihre feinen Linien, aus denen sich hybride Wesen, organische Formen und fantastische Figuren entwickeln, lassen ihre Arbeiten sich zwischen dem Gegenständlichen und dem Unbewussten bewegen. Dabei entsteht eine Bildwelt, die von inneren und teilweise halluzinatorischen Vorstellungen geprägt ist. Auch in ihren literarischen Arbeiten beschäftigte sich Zürn mit existenziellen und psychischen Grenzerfahrungen. Themen wie häusliche Gewalt, Abtreibung und sexueller Missbrauch finden dabei Eingang in ihre Texte. Ihre Zeichnungen entstanden insbesondere während ihrer halluzinatorischen und depressiven Phasen und spiegeln diese psychischen Zustände in ihrer Bildsprache wider. Ihre Werke wurden u. a. 1953 und 1957 in Paris ausgestellt. Dort bewegte sie sich im Umfeld der französischen und internationalen Avantgarde und stand in Kontakt mit Künstlern und Schriftstellern wie Hans Arp, André Breton, Marcel Duchamp, Max Ernst und Henri Michaux. Provenienz: UBU Gallery, New York (mit dem rückseitigen Etikett) Privatbesitz Berlin Ausstellung: Art 38 Basel, 13.–17. Juni 2007, Ubu Gallery, New York, Nr. 64 (ZURN 23) Literatur: Unica Zürn. Drawings from the 1960s. New York, UBU Gallery, 2005. Ausst.-Kat. Nr. 42 (Abb.)

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